Themen: Kultur

Übersetzung, Illustration

Graphic Novel „Episoden einer kolonialen Gegenwart“

Graphic Novel „Episoden einer kolonialen Gegenwart“

„Episoden einer kolonialen Gegenwart“ ist ein kollaboratives Comic-Projekt von sieben Autor:innen und sieben Künstler:innen aus Mexiko, Namibia, China, Kanada, Indien, Deutschland und dem Baskenland. Alle Episoden beschäftigen sich mit alltäglicher, gegenwärtiger Kolonialität in unterschiedlichsten Ausprägungen. Viele der Geschichten sind von den Familiengeschichten und aktivistischen Erfahrungen der Autor:innen inspiriert.

 

Das Format der Graphic Novel wurde gewählt, um möglichst vielen Menschen einen Zugang zu komplexen Themen wie Dekolonisierung und den Auswirkungen des europäischen Kolonialismus zu bieten.

An der Coverillustration für die englischsprachige Ausgabe sowie an der deutschen Übersetzung dieses machtkritischen Beitrags zum Thema Dekolonisierung beteiligt zu sein, passt nicht nur thematisch genau in unser Portfolio, sondern entspricht auch unserer persönlichen Haltung.

 

 

ANIMATION, ERKLÄRFILM

In 2 Minuten erklärt: Animationsfilm für das RKI

In 2 Minuten erklärt: Animationsfilm für das RKI

Im Auftrag des Robert Koch-Instituts (RKI) durften wir das Online-Dashboard VacMap in einem kompakten Animationsfilm vorstellen. Konzeption, Design und Umsetzung: alles aus der Hand von Planet Neun.

Das RKI-Tool VacMap zeigt die Impfquoten auf Bundes- und Kreisebene – leicht zugänglich und auf Basis valider Abrechnungsdaten. Der Film betont die Nützlichkeit von Impfquoten, beispielsweise im Rahmen fundierter Entscheidungen durch medizinisches Fachpersonal, und visualisiert die konkrete Bereitstellung dieser Informationen. Wichtig dabei ist die Sicherheit sensibler Gesundheitsdaten. Insgesamt zeichnet sich der Erklärfilm durch eine klare und informative Umsetzung aus, die sowohl Fachpublikum als auch interessierter Öffentlichkeit einen verständlichen Einblick in die Bedeutung und Nutzung des VacMap-Dashboards ermöglicht.

Mit modernen Infografik-Elementen, ruhiger Bewegungsführung und einer seriös anmutenden Farbwelt gelingt eine zugängliche und visuell ansprechende Darstellung komplexer Impfdaten. Die dezente Erzählweise und das strukturierte Design sollen den Fokus auf die Inhalte lenken. Eine ruhige Off-Stimme führt präzise durch das Video und trägt wesentlich zur barrierearmen Informationsvermittlung bei.

Uns hat besonders begeistert, den Film von Anfang bis Ende mitgestalten zu können – vom ersten Konzept bis zum finalen Design. Die enge Zusammenarbeit, das Entwickeln einer klaren visuellen Sprache und die sinnstiftende Aufgabe in der Wissenschaftskommunikation machen das Projekt für uns besonders wertvoll.

Lektorat, Übersetzung

FU Berlin: Erinnerung an rassistische Forschung

FU Berlin: Erinnerung an rassistische Forschung

Die Freie Universität Berlin hat das Projekt „Geschichte der Ihnestraße 22“ ins Leben gerufen. Der Fachbereich Politik und Sozialwissenschaften befasst sich in dem Projekt mit der Geschichte und dem Nachwirken des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik (KWI-A). Ziel war es, einen Erinnerungsort zu schaffen und auf die drastische Geschichte von Entmenschlichung und Rassismus an diesem Ort zurückzublicken. Planet Neun hat in diesem Projekt die Lektorats- und Korrektoratsarbeiten für die Ausstellungtexte sowie die Übersetzung ins Englische übernommen.

Das KWI-A hatte von 1927 bis 1945 seinen Sitz in der Ihnestraße 22/24/26; dort forschten Wissenschaftler:innen zu Fragen der Humangenetik. Das Institut war damit eine bedeutende Stätte der Produktion behindertenfeindlicher und rassistischer Lehren. Es war zudem eng in die Konzeption und Umsetzung eugenischer und rassistischer Politiken eingebunden. Am KWI-A tätige Forscher:innen setzten kolonialrassistische Forschungspraktiken fort und prägten Debatten um Sterilisationspolitiken. Sie legitimierten die nationalsozialistische Vernichtungspolitik.

Wir haben mit viel Respekt an diesem Projekt mitgewirkt, weil wir ein angemessenes, würdevolles Gedenken an das Unrecht an diesem historischen Ort unterstützen möchten und diese Form der Erinnerungskultur aktiv gegen ein Vergessen beiträgt.

Lektorat, Übersetzung

Ein dekoloniales Denkzeichen für Berlin

Ein dekoloniales Denkzeichen für Berlin

Berlin Global Village hat im Rahmen eines weltweit ausgeschriebenen Kunstwettbewerbs eine Installation realisiert, die die Geschichte des Kolonialismus thematisiert und zugleich die Gegenwart und Zukunft einer dekolonialen Gesellschaft aufgreift. Die Kunstinstallation wurde auf dem Vorplatz des Eine-Welt-Zentrums Berlin Global Village in Berlin-Neukölln errichtet.

Planet Neun hat die deutschen und englischen Texte der Begleitpublikation lektoriert. Die Publikation beleuchtet den gesamten Prozess rund um den Wettbewerb Dekoloniales Denkzeichen, von der Ausschreibung bis zur feierlichen Einweihung. Im Laufe des Projektes haben wir außerdem Übersetzungen (aus dem Deutschen ins Englische) übernommen.

Mit dem Denkmal, das an die Kolonialgeschichte erinnert, soll ein Zeichen im öffentlichen Raum gesetzt werden, als Denkanstoß für den Umgang mit der europäischen Kolonialvergangenheit und den Kontinuitäten, die sich daraus ergeben haben und die weiterhin existieren, und als Erinnerung an den Widerstand, der gegen die Kolonisatoren geleistet wurde. Das Kunstwerk wurde von dem Künstler:innen-Kollektiv The Lockward Collective entworfen und trägt den Namen EarthNest.

Für uns war es spannend, Einblicke in die Abläufe von einem internationalen Kunstwettbewerb zu gewinnen und gemeinsam mit der Kundin der Enthüllung entgegenzufiebern.

 

 

 

Literaturübersetzung

Übersetzung zweier Titel der Autorin Julia Armfield aus dem Englischen ins Deutsche

Übersetzung zweier Titel der Autorin Julia Armfield aus dem Englischen ins Deutsche

Für den Schweizer Kommode Verlag hat Hannah Pöhlmann zwei Bücher von Julia Armfield aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt.

Gestalten der Tiefe“ (Originaltitel: „Our Wives Under The Sea“), 2024 erschienen, ist der Debütroman der britischen Autorin. Er war 2022 auf der Shortlist für den Foyles Fiction Book of the Year Award und 2023 wurde Armfield für den Roman mit dem Polari Prize ausgezeichnet.

Die Kurzgeschichtensammlung „Salzsirenen“ (Originaltitel: „salt slow“) erscheint im Herbst 2025. Mit der Geschichte „The Great Awake“ gewann Armfield 2018 den ersten Platz der „The White Review’s short story competition“.

Julia Armfield schreibt in einem sinnlichen, atmosphärisch dichten Stil. In ihren Texten durchdringt das Unheimliche das Alltägliche auf subtile Weise. Die Körper ihrer Protagonistinnen verwandeln sich, das Innenleben tritt nach außen – auf verstörende, oft melancholische Weise.

Das Übersetzen derartiger Literatur finden wir gut, weil eindrucksvoll erzählte Geschichten, die wichtige Themen behandeln, so einer größeren Leser*innenschaft zugänglich gemacht werden können.

Konzept, Infografiken, Illustration, Animation

Animationen und Infografiken für die Friedrich-Ebert-Stiftung

Animationen und Infografiken für die Friedrich-Ebert-Stiftung

Für das Format VORAN der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) haben wir Animationen zum Thema Bürgerräte entwickelt. VORAN richtet den Blick auf Länder, Regionen und Kommunen und beleuchtet die Themen Fortschritt und zukunftsfähige Politik. Die FES berichtet, wie mit guter Politik Veränderungen geschaffen und das Gemeinwesen solidarisch gestaltet werden können.

Die animierten Inhalte zum Thema Bürgerräte wurden auf dem Instagram-Kanal der FES veröffentlicht. Unser Ziel war es, prägnante Animationen zu erschaffen, die sowohl die komplexe Thematik erläutern als auch zum Weiterdenken einladen.

Für die Messenger-Dienste Telegram und Threema der FES haben wir Informationsgrafiken entwickelt. Mit dem Newsletter „Der rote Faden“ informiert die FES über gesellschaftlich und politisch relevante Themen. Unsere Grafiken sollten die Verständlichkeit der Inhalte untermauern.

Planet Neun hat dafür ein Konzept erstellt, das technische Aspekte ebenso berücksichtigt wie die spezifischen Anforderungen an die Darstellung der Grafiken per Smartphone. Das Konzept beinhaltet zudem Hinweise zu Gestaltungsstandards und Workflows.

Das finden wir gut, weil der werktägliche Versand von Erklärnachrichten mitsamt visualisierten Hintergrundinformationen per Messenger-Dienst eine moderne Form der politischen Kommunikation ist, die bislang nur von wenigen Anbietern genutzt wird.

Layout, Illustration

Faktensandwiches vom Robert Koch-Institut

Faktensandwiches vom Robert Koch-Institut

In Zusammenarbeit mit dem Robert Koch-Institut (RKI) erstellen wir mit den „Faktensandwiches“ Handreichungen, die häufig vorkommende Falschinformationen zu Impfungen richtigstellen und kurz und knapp sowie sachlich fundiert Fakten liefern. Planet Neun gestaltet hierzu die Illustrationen, hat das Layoutkonzept entwickelt und setzt es um. Die „Faktensandwiches“ befassen sich zum Beispiel mit den Mythen: „Impfungen sind sinnlos, denn sie schützen gar nicht zu 100 %.“, „Die Impfung ist gefährlicher als die Infektion.“ oder „Impfungen fördern Allergien“.

Die Faktensandwiches sollen bei der ärztlichen Impfberatung Hintergrundinformationen liefern. Die Sammlung wird kontinuierlich erweitert. Zusätzlich gibt es von jedem Faktensandwich eine Kurzversion für die Kommunikation in den sozialen Medien.

Das finden wir gut, weil die Faktensandwiches dazu beitragen, Fehlinformationen und Verschwörungstheorien zu bekämpfen, die öffentliche Gesundheit zu schützen und Krankheitsausbrüche zu verhindern.

Eine Auswahl:

Ausstellungsgrafik, Kataloglayout, Übersetzung

„Wir dachten, wir können die Welt aus den Angeln heben.“

„Wir dachten, wir können die Welt aus den Angeln heben.“

Für die Sonderausstellung „Wir dachten, wir können die Welt aus den Angeln heben. Die Unabhängige Initiative Potsdamer Frauen (1989 bis 1995)“ der Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße hat Planet Neun die Ausstellungsgrafik sowie das Layout des umfangreichen Begleitkataloges samt Korrektorat und Übersetzung ins Englische übernommen. Dabei haben wir intensiv mit dem Ausstellungsarchitekten Tim Jolas zusammengearbeitet.

Die Ausstellung thematisiert die „Unabhängige Initiative Potsdamer Frauen“ und generell das politische Engagement von Frauen während der friedlichen Revolution in der DDR und in der Transformationszeit von Ende der 1980er- bis in die 1990er-Jahre. Sie folgt der Geschichte der Frauen-Initiative von der Gründung 1989 bis zur Auflösung 1995. Sie stellt Akteurinnen vor, beschreibt die gesellschaftlichen Kontexte und fragt nach den geschlechterpolitischen Forderungen damals, dem Nachwirken in der späteren bundesrepublikanischen Wirklichkeit und heute.

Das finden wir gut, weil mit der Geschichte der Frauenbewegung in jener Zeit ein bislang wenig untersuchter Aspekt der friedlichen Revolution gebührende Aufmerksamkeit erhält und wir – wie in diesem Fall bei der Arbeit sowohl zur Realisierung der Ausstellung als auch des Katalogs – besonders gern an Projekten arbeiten, die mehrere Leistungen unseres Portfolios miteinander verbinden und sich so ein großer Teil des Planet-Neun-Teams gemeinsam einer Aufgabe widmen kann.

 

Fotos vom Katalog: Johanna Hoffmann

grafisches Konzept, Editorial Design, Korrektorat, Schlussredaktion

taz Futurzwei: Magazin für Zukunft und Politik

taz Futurzwei: Magazin für Zukunft und Politik

Die taz FUTURZWEI ist ein gemeinsames Projekt der taz und der Stiftung FUTURZWEI. Das Magazin erscheint alle drei Monate.

Planet Neun ist verantwortlich für das Editorial Design, für die Bildbearbeitung und für das Korrektorat der Texte und die Schlussredaktion. Die Covergestaltung übernimmt Werner Marschall (Linienland).

Bereits für die Vorgängerpublikation zeozwei haben wir das grafische Konzept entwickelt, das wir 2017 zur taz FUTURZWEI umgestaltet haben.

Das finden wir gut, weil uns diese Erneuerung des Konzeptes große gestalterische Freiräume bietet und es durch die enge Zusammenarbeit mit der Redaktion möglich ist, Form und Inhalt konsequent als Einheit zu denken.

Illustrationen

Theater-Festival „Spy on me #3“

Theater-Festival „Spy on me #3“

Im März 2021 hat das HAU – Hebbel am Ufer bereits zum dritten Mal das Festival „Spy on Me“ veranstaltet.  In diesem Jahr standen die Beiträge unter dem Titel „New Communities“ – neue Gemeinschaften und neue Definitionen von Gemeinschaft:

„Ein Jahr lang sind wir uns im Wesentlichen über digitale Interfaces begegnet. Wie aber gelingt Nähe ohne Körper? Wie funktioniert Zusammenkunft, wenn ihr Rahmen stets vorprogrammiert ist – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes?“ (HAU)

Planet Neun hat sich mit der Frage nach gemeinschaftlichem Erleben im Digitalen zeichnerisch auseinandergesetzt und als Ergebnis mit mehreren Illustrationen zur Bebilderung des Festivals und des Online-Magazins beigetragen.